Aktuelles

16.02.2015

KÄfA-Newsletter 2014


Die Nachrichten aus den afrikanischen Ländern südlich der Sahara wurden 2014 geprägt durch die Ebola-Epidemie in Westafrika (Liberia, Sierra Leone, Guinea)

http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Kurzinformation_Ebola_in_Westafrika.html

und von Berichten über die islamistische Terrorgruppe Boko Haram im Norden von Nigeria, etwa 2500 km von Tansania entfernt. Aufmerksamkeit erregten Berichte über Anschläge in Kenia, dem nördlichen Nachbarn von Tanzania, durch die  somalische Terrorgruppe Al Shabaab. 

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/KeniaSicherheit.html

Dagegen fanden Berichte aus Tansania kaum Aufmerksamkeit. Es gab nur vereinzelt Übergriffe zwischen Moslems und Christen, auf Sansibar und in Arusha
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/TansaniaSicherheit.html 

Im Distrikt Moshi rural, der Distrikt, in dem KÄfA aktiv ist, wurden keine Vorfälle bekannt, sodass die Arbeit für KÄfA in Moshi – Mawenzi-Hospital, in Maranagu (Distrikt-Hospital) und in Uuwo (Dispensary) ungestört möglich war und ist.

Dres. Wolfgang Behrens, Klaus Jessen und Gerd Leimenstoll reisten im Januar 2014 nach Tansania und besuchten unsere Partner.

1.    Regionalkrankenhaus Mawenzi in Moshi  (staatlich)    

Im Regionalkrankenhaus Mawenzi (300 Betten) in Moshi war das einzige Ultraschallgerät defekt. Ein Ultraschallgerät, gestiftet von einer Kieler Praxis, wurde für den Versand via Container über den Seeweg nach Moshi verpackt und nach Hamburg zum Versand transportiert. Die für KÄfA anfallenden Kosten waren erfreulicherweise gering. Unsere Partner haben uns im 5. Januar 2015 mitgeteilt, dass das Gerät im Hospital jetzt im Einsatz ist.

Der dort tätige Augenarzt benötigt augenärztliche Instrumente praktisch jeder Art. KÄfA sucht hier Sponsoren.

2.    Distrikt Krankenhaus Marangu (Träger: evangelisch-lutherische Kirche Tanzania ELCT) ausgelegt für 80 stationäre Betten.

Im Marangu-Hospital schied aus Altersgründen die langjährige leitende Ärztin aus. Ihr Nachfolger ist Chirurg, war allerdings lange Zeit administrativ tätig. 2014 waren insgesamt 3 Kollegen chirurgisch aktiv und wurden von uns unterstützt. Der Operationsbereich war funktionsfähig. Das Ultraschallgerät sowie das EKG, Geräte die von KÄfA gestiftete wurden, waren funktionsfähig und wurden routinemäßig und strukturiert eingesetzt. Mehrere medizinische Vorträge wurden von unseren Partner begeistert aufgenommen, eine merkliche Verbesserung war in der Organisation der Veranstaltungen zu sehen. Geplant ist, dass Kollegen von KÄfA über den SES (Senior-Expert-Service. www.)  nach Marungu reisen, um gemeinsam geplante Projekte  umzusetzen. (löschen:„Seniorexperten“  des SES sind seit Jahren bereits…) KÄfA steht mit dem SES in Kontakt. In der Kooperation übernimmt der SES die Reisekosten von Deutschland nach Tansania und zurück. Eine  Zunahme der Bettenbelegung war bislang nicht feststellbar.  Nach unserer Einschätzung lassen nur kontinuierliche  langfristige Konzepte weitere Fortschritte erwarten. Um die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren wurde der leitende Arzt des Krankenhauses zu einem Besuch in Kiel 2015 eingeladen.

3.    Uuwo-Dispensary  (Krankenstation: Basis-Versorgung)


Die Dispensary in Uuwo ist ebenfalls eine Einrichtung der ELCT. Eine  Dispensary ist vergleichbar  mit einer Arztpraxis in Deutschland, jedoch ist eine „Apotheke“ angeschlossen und es besteht die Möglichkeit zur kurzfristigen stationären Behandlung (z.B. nach einer Entbindung). Das Marangu-Hospital ist etwa 10 km entfernt und ist die nächsthöhere Versorgungseinrichtung. Ein weiterer Schwerpunkt der Dispensary ist die Mutter-Kind-Versorgung. KÄfA finanziert im Wesentlichen  3 Arztstellen und die Stelle einer Hebamme. Die Stelle des leitenden Arztes wurde 2014 ebenfalls neu besetzt. Die Hebammenstelle ist zurzeit vakant, wobei es ist generell schwierig ist,  in Tanzania qualifizierte Kräfte zu bekommen.

Nach den vorliegenden Zahlen (Behandlungsdaten) ist die Auslastung der Dispensary über die letzten Jahre stabil, jedoch wäre eine Steigerung der Patientenzahlen wünschenswert.

Planung für 2015


1.    Dres. Klaus Jessen und Gerd Leimenstoll werden unsere Partner im März 2015 besuchen. Ziel ist es, die „Ist-Situation“ in den 3 Einrichtungen zu analysieren, Fortbildungen zu halten und mit unseren Partnern weitere Schritte zu erörtern.

2.    Besuch des leitenden Arztes des Marangu-Hospitals in Kiel in 2015 zur vergleichenden Analyse der  Gesundheitssysteme mit Prüfung auf Übertragbarkeit in Tansania und die Verifizierung von Kooperationsmöglichkeiten, die  nachhaltige Ergebnisse versprechen.

3.    Verschicken weitere Ultraschallgeräte und ophthalmologischer Ausrüstung nach Tansania

4.    Kooperation mit unseren Partnern zur Erarbeitung eines Gesundheitsvorsorgekonzepts für die Region

Karin Roider                        PD Dr. Gerd Leimenstoll


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