Aktuelles

30.08.2009

KÄfA-Newsletter III-2009

KÄfA e.V. ist endlich eingetragener, gemeinnütziger Verein u.a. ...

Liebe KÄfA-Mitglieder,

während die Weltfinanzkrise den Globus noch fest umklammert hält, zeigen sich an einigen Stellen erste vorsichtige Zeichen der Entspannung und Hoffnung. Das ist im Rahmen von Krisen der Zeitpunkt, an dem sich offenbart, ob aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt wurde. Und deshalb geht mein hoffnungsvoller Blick in dieser Zeit auf die G20 und ihre großen Vorsätze für eine bessere Zukunft und ein gerechteres Miteinander auf unserem Planeten. Und der Blick richtet sich auf den Klimagipfel in Kopenhagen im November, bei dem es gelingen muss, ein Nachfolgeabkommen für Kyoto zu verabschieden.

Wir leben in einer Zeit, in der innerhalb kurzer Zeitspannen große und folgenschwere Entscheidungen für unsere menschliche Zivilisation fallen. Wir werden nicht darum herumkommen, die Probleme in Afrika anzupacken: die hohe Geburtenrate wird dort zu einer Verdoppelung der Bevölkerung auf 2 Milliarden Afrikaner in den nächsten 40 Jahren führen. Das Wasser wird knapper durch die globalen Klimaverschiebungen, und der Hunger wächst.

Der vor wenigen Tagen verstorbene Ted Kennedy hat gesagt: „Die Reise an die Küsten von Freiheit und Gerechtigkeit für alle Menschen hat nie ein Ende. Es gibt immer nur den Aufbruch zur nächsten großen Fahrt". Und damit sind wir beim „KÄfA e.V“ und dem neuen Newsletter.

Viel Spaß beim Lesen

Ihr
Martin Völckers

Inhalt:

  1. KÄfA e.V. ist endlich eingetragener, gemeinnütziger Verein!
  2. Delegationen aus der Ost-Kilimanjaro-Region besuchen Kiel
  3. 2. Vorsitzender des KÄfA e.V., Helmut Krieg, erhält Bundesverdienstkreuz
  4. Diesjährige Reise der Kieler KÄfA-Delegation in das Projektgebiet
  1. KÄfA e.V. ist endlich eingetragener, gemeinnütziger Verein
    Endlich – nach über einem Jahr verbissener Bemühungen, ist es nun endlich gelungen: Unser Verein „Kieler Ärzte für Afrika“ ist beim Amtsgericht als gemeinnützig anerkannter Verein eingetragen worden. Ich möchte an dieser Stelle der Rechtsanwaltskanzlei „Koch, Staats, Kickler, Schramm & Partner“ und hier insbesondere Herrn RA Joachim Poetsch meinen großen Dank für die Hilfe aussprechen. Mein Dank geht außerdem an die „BDO Deutsche Warentreuhand“ und hier insbesondere Herrn Eckhard Hess. Beide Herren haben mir während unserer Bemühungen um die Eintragung permanent mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Was lange währt, wird endlich gut. In diesem Sinne hoffe ich auf eine gute und nachhaltige Entwicklung des Vereins und seiner Ziele.

  2. Delegationen aus der Ost-Kilimanjaro-Region besuchen Kiel
    In den Monaten Mai und Juni haben Delegationen der Kirchengemeinden Mrimbo und Shokoni aus unserer Projektregion am Ost-Kilimanjaro Reisen nach Kiel unternommen. Das Besuchsprogramm der Reisegruppen wurde von den jeweiligen Kieler Partner-Kirchengemeinden gestaltet und war, wie immer, dicht gedrängt. Der KÄfA-Vorstand hat beide Reisegruppen im Prüner Gang und in der Park-Klinik empfangen, um sich bezüglich der Dispensary-Arbeit in Mrimbo und Shokoni auszustauschen. Sowohl in Mrimbo als auch aus Shokoni zeigt sich derzeit eine positive Entwicklung. Das neue Management-Team der Dispensary in Mrimbo hat seine Arbeit erfolgreich aufgenommen. Außerdem ist es zwischenzeitlich gelungen, für Mrimbo eine Nurse-Midwife (entspricht hier einer Hebamme mit Krankenschwester-Ausbildung) zu finden und anzustellen. Für die Dispensary in Shokoni ist es gelungen, einen Arzt zu finden, so dass hier erstmals ein medizinisches Angebot vorgehalten wird. Ein Gegenbesuch einer KÄfA-Delegation in Mrimbo und Shokoni wurde für Oktober diesen Jahres vereinbart (s.u.)

  3. 2. Vorsitzender des KÄfA e.V., Helmut Krieg, erhält Bundesverdienstkreuz
    Bundespräsident Horst Köhler hat am 22. Juni 2009 unseren 2. Vereinsvorsitzenden, Herrn Helmut Krieg, mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Damit wird die Arbeit, die Helmut Krieg seit über 20 Jahren für die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Kiel und der Ost-Kilimanjaro-Region in Tansania leistet, geehrt.
    Helmut Krieg leitet seit den 80er Jahren die Kirchengemeindepartnerschaft zwischen den Gemeinden Heikendorf und Mrimbo am Kilimanjaro. Diese Partnerschaft ist ein Beispiel dafür, wie produktiv und erfolgreich echte partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit zwischen der reichen und der armen Welt sein kann. Herr Krieg ist darüberhinaus der offizielle Beauftragte des Kirchenkreises Kiel für die Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Ost-Kilimanjaro und leistet in diesem Rahmen unermüdliche Arbeit bei der Integration und Koordination der Arbeit der vielen anderen Kirchengemeindepartnerschaften in und um Kiel mit Gemeinden am Kilimanjaro. Außerdem initiierte er die Aktion "Kiel für Kinder am Kilimanjaro" und baute damit ein Hilfswerk für Aids-Waisen am Kilimanjaro auf. Außerdem gehört der 70-Jährige dem Vorstand des "Bündnisses Entwicklungspolitischer Initiativen in Schleswig-Holstein" an.
    Im Jahr 2008 war Helmut Krieg Mitbegründer unseres Vereines „Kieler Ärzte für Afrika“ und ist seitdem unser 2. Vorsitzender. Wir beglückwünschen Herrn Krieg zu dieser Auszeichnung und freuen uns auf viele weitere Projekte mit ihm.

    Helmut Krieg
(rechts) im Gespräch mit Jonathan Urio

    Abb: Helmut Krieg (rechts) im Gespräch mit Jonathan Urio.
    Beide sind Begründer der Partnerschaft

  4. Diesjährige Reise der Kieler KÄfA-Delegation in das Projektgebiet
    Auch in diesem Jahr wird wieder eine Reisegruppe des KÄfA e.V. in die Projektregion am Kilimanjaro fliegen. Start der Reise ist am 4. Oktober, die Rückkehr ist für den 18. Oktober geplant. Die Gruppe wird aus insgesamt 11 Personen bestehen:
    Prof. Dr. Johann Roider, Chef der Augenklinik des UKSH, Campus Kiel. Er wird begleitet von seiner Ehefrau und seiner 16-jährigen Tochter
    Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf, Chef der Nephrologie des UKSH, Campus Kiel. Er wird begleitet von seiner Ehefrau
    Dr. Michael Piert, Zahnarzt Dr. Hermann Abts, Frauenarzt. Er wird begleitet von seiner Ehefrau und seinem Sohn (Medizinstudent in Kiel)
    Dr. Martin Völckers, Frauenarzt. Er wird begleitet von seiner Ehefrau

    Für die insgesamt 14-tägige Reise in das Projektgebiet ist folgendes Besuchs- und Arbeitsprogramm geplant:

    • Im ersten Teil der Reise Arbeit am Universitätskrankenhaus in Moshi mit
      - Bestandsaufnahme in den Bereichen Nephrologie, Ophthalmologie und Gynäkologie
      - Teilnahme am medizinischen Alltag am KCMC Moshi
      - Vorlesungen und Seminare Nephrologie und Ophthalmologie
      - Projekt-Initiierung Nephrologie, Ophthalmologie und Gynäkologie
      - Ausbildungshilfe
      - Kommunikation
      - Strukturelle Hilfe
    • Der zweite Teil der Reise führt hinauf auf den Kilimanjaro mit Besuch des Krankenhauses in Marangu sowie der Krankenstationen in Mrimbo und Shokoni. Die Reisegruppe wird hierbei privat in Familien auf dem Kilimanjaro aufgenommen und tief in das Alltagsleben der Menschen in Afrika eintauchen.
    • Im letzten Teil der Reise ist eine Safari in die Serengeti geplant mit Besuch des Ngorongokraters (bekannt durch den Film „Serengeti darf nicht sterben“ von Prof. Grzimek), des Lake Natron, der Olduvai-Schlucht im ostafrikanischen Grabenbruch (die in besonderer Weise als die Wiege der Menschheit gilt) sowie den Weiten der Savanne der Serengeti mit ihrer auf unserem Planeten einmaligen Großtierwelt.

      Herr Dr. Jürgen
Pflug und Frau Dr. Ingke Hagemann

      Abb: Herr Dr. Jürgen Pflug und Frau Dr. Ingke Hagemann vom KÄfA im Krankenhaus in Marangu im Oktober 2008


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