Aktuelles

18.06.2013

KÄfA-Newsletter 2012

Im Oktober 2012 reisten Karin Roider und Dr. Gerd Leimenstoll nach Tansania um unsere Partner zu besuchen.


1.    Eine langjährige Partnerschaft besteht zur Dispensary in Uuwo, ein Dorf nahe der Grenze zu Kenia. Eine Dispensary sichert die Grundversorgung der Bevölkerung und ist für etwa 5000 – 10000 Menschen zuständig.

Hier arbeiten 3 sog. Clinical Officers (3 Jahre praktische Klinikausbildung) mit einer 24h Bereitschaft, 2 Labortechniker und 1 Hebamme sowie 1 Schwester die die  Mutter-Kind-Betreuung durchführt. Dank der finanziellen Unterstützung von KÄfA kann der Personalschlüssel gehalten werden. Die Versorgung der Bevölkerung gemessen an der Zahl der Patientenkontakte hat sich deutlich verbessert. 2010 gab es etwa 150 Patientenkontakte/Monat, 2012 waren es etwa 300 Kontakte.

Die wirtschaftliche Situation ist angespannt, insbesondere dadurch, dass es bislang  kein etabliertes Krankenversicherungsystem gibt.  

KÄfA plant die Arbeit der Dispensary weiter zu fördern durch Mitarbeit von Kieler Kollegen im Ruhestandaus. Organisatorische Veränderungen  fanden im Leitungsgremium statt.  Prof. Shao, der frühere Leiter des KCMC in Moshi, hat nun die Leitung dieses Gremiums übernommen. Gleichzeitig hat 2012 der dynamische Pastor Moshi seinen Vorgänger Pastor Urio abgelöst. 

2.    Der Dispensary in Uchira, ein Dorf in etwa 20 km Entfernung von Moshi, konnte durch die Aufstockung des Gehalts des Clinical Officers und einer finanziellen Zuweisung zur Einrichtung eines Labors neue Impulse gegeben werden. Die Tansaniapartnerschaftsgruppe der Gemeinde Schönkirchen hatte durch eine Spende mit dazu beigetragen.

3.    Die Dispensary in Skokoni (in der Nähe von Uuwo) wird von der Heiligengeistgemeinde in Kiel gefördert. KÄfA installierte eine „Notstromversorgung“ für das für die Malariadiagnostik unverzichtbare Mikroskop. Häufige Stromausfälle sind die Regel. Ist Strom aus dem öffentlichen Netz präsent, wird eine Autobatterie geladen, bei Stromausfall wird die Batterie benutzt um das Mikroskop zu betreiben

4.    Das Krankenhaus in Marangu ist ein Regionalkrankenhaus und für die Versorgung von etwa 200000 Menschen zuständig. Es hatte durch unsere Mitfinanzierung des Gehaltes für einen Chirurgen deutlich an Bedeutung  gewonnen. Nachdem sich der Chirurg nun beruflich verändert hat und auch eine Neubesetzung des Doctor in Charge ansteht, befindet sich Marangu in der der akuten Phase der Neuorientierung und -strukturierung.

Um diesen Prozess auch zukünftig unterstützend zu begleiten, wird eine dreiköpfige Delegation von KÄfA, unter Leitung von Dr. Gerd Leimenstoll,  im März vor Ort sein um die Voraussetzungen für eine Kooperation mit Einbindung von Seniorexperten von KÄfA auszuloten und wenn möglich einen Kooperationsvertrag vorzubereiten.

Im Rahmen der Ende des letzten Jahres erfolgten Gründung einer Partnerschaft der Stadt Kiel dem Distrikt Moshi rural (die Einrichtungen unsere Partner gehören zu diesem Distrikt) ist es auch denkbar, dass sich unsere Experten zukünftig in weiteren Gesundheitseinrichtungen in Tansania einbringen können. In dieser spannenden Phase gilt es zu klären, wie unsere personellen und finanziellen Ressourcen am Effektivsten eingesetzt werden können.



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